Wissenswertes: Beweglichkeit
Gesellige und gelenkschonende Sportart: Nordic Walking
Wer kennt sie nicht: die „Nordic-Walking-Gruppen“ auf den Feldwegen und in den Wäldern. Meist belustigt und plauschend trifft man diese an. Von Anstrengung ist weit und breit nichts zu sehen. Was ist an der gelenkschonenden Sportart so besonders?
Die mittlerweile weit verbreitete Sportart stammt aus Skandinavien. Dort übten Langläufer bereits in den 1930ern mit den Stöcken in der Sommerpause. Die Kondition sollte so verbessert und gehalten werden. Erst Ende der 1990er wurde die Sportart durch die Diplomarbeit eines finnischen Sportstudenten bekannter. Circa jeder fünfte Deutsche betreibt diesen Sport, bei Frauen über dem 50. Lebensjahr sogar jede Dritte.
Was macht Nordic Walking so besonders?
Sport an der frischen Luft tut gut und die schwungvollen Bewegungen beanspruchen Herz und Kreislauf, stärken Muskeln und Knochen und regen den Stoffwechsel an. Sie lösen Verspannungen im Bereich des Nackens und der Schultern und fördern die Koordinationsfähigkeit. Durch die Stöcke können zudem Arme, Schultern und Rücken gekräftigt werden. Eine effektive, aber wenig verletzungsanfällige Sportart im Freien, was gerade im Alter wichtig ist. Schulen Sie Ihre koordinativen Fähigkeiten wie Geschicklichkeit und Körpergefühl.
Gesundheitsrisiko mindern durch Nordic Walking
Einen angenehmen Nebeneffekt hat die Sportart auch. Denn das Risiko für typische Altersbeschwerden wird gesenkt. Dazu zählen u. a. Erkrankungen wie Osteoporose, Diabetes mellitus, Rückenschmerzen, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Krankheiten.
Nordic Walking: Die Technik macht’s aus!
Es sieht so einfach aus, ist es aber nicht. Denn mit den Stöcken kann man so einiges falsch machen. Die Technik lassen Sie sich am besten von einem ausgebildeten Trainer erklären oder belegen einen Nordic-Walking-Kurs für Anfänger. Denn Fehler macht man leicht. Schnell sind zu große Schritte gemacht, die Fersen zu steil aufgesetzt oder das Knie zu extrem gestreckt. Das kann auf Dauer den Gelenken schaden.
Der richtige Nordic Walking Stock – worauf achten?
Der Stockeinsatz bewirkt, dass Hüft-, Knie- und Sprunggelenke geschont werden. Die Stöcke erhöhen außerdem die Sicherheit auf rutschigem Untergrund. Die Auswahl ist groß, die Preisspanne auch. Sie bestehen aus Graphit, Aluminium oder Carbon. Carbon und Graphit sind sehr leicht und vibrieren wenig. Die Griffe sind meist rutschfest. Die bekannte Handschlaufe darf auch nicht fehlen, denn sie ermöglicht erst die Gehtechnik des Nordic Walking. Auch auf die richtige Stocklänge muss geachtet werden. Ob Metallspitze oder Gummistopper – die Wahl ist abhängig von der Beschaffenheit des Bodens.
Die richtige Kleidung
Atmungsaktiv und bequem sollte sie sein. Sporthandschuhe sollten Sie tragen, wenn Sie leicht zu Blasen an den Handflächen neigen. Die Schuhe sollten eine stabile, federnde Sohle besitzen. Mittlerweile gibt es auch extra Walkingschuhe. Lassen Sie sich am besten vom Profi beraten.
Vorher Gesundheitscheck machen lassen!
Sollten Sie an Vorerkrankungen leiden oder jetzt erst im Sport einsteigen, lassen Sie sich vorher unbedingt von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin beraten und durchchecken.
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2 Vitamin B6 + Vitamin B12: Sind wichtig für die normalen Funktionen des Nervensystems und des Energiestoffwechsels.
3 Vitamin D3: Unterstützt die Erhaltung normaler Knochen sowie die normalen Funktionen der Muskeln und des Immunsystems.